. Forschung
.. Geschlechterverhältnisse und sozialer Wandel in Wohlfahrtsgesellschaften
… Forschungsprojekte
Übersicht
Hier finden Sie nähere Informationen zu meinen Forschungsprojekten im Schwerpunkt „Geschlechterverhältnisse und sozialer Wandel in Wohlfahrtsgesellschaften“. Sie umfassen theoretische, methodologische und empirische Arbeiten.
Internationale Forschungsgruppe „Ungleichheiten des Geburtenrückgangs seit den 1970er Jahren im Vergleich“
Diese von mir 2016 an der Ruhr-Universität Bochum begründete Internationale Forschungsgruppe beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der „Kinderfrage“ im Zuge des gesellschaftlichen Alterns und antizipierten Schrumpfens in vornehmlich westlichen wohlfahrtskapitalistischen Gesellschaften. Themen sind unter anderem die öffentliche Problematisierung des Geburtenrückgangs, Reproduktive Rechte und Politiken der Reproduktion sowie die „Entselbstverständlichung“ der generativen Lebensführung. Die Studien nehmen vergleichende Perspektiven in geopolitischer, zeitgeschichtlicher und ungleichheitsbezogener Hinsicht ein.
Generativität und Geschlecht in schrumpfenden Wohlfahrtsgesellschaften – eine international vergleichende Institutionenanalyse
Im Zentrum dieses Forschungsvorhabens, das ich von 2008 bis 2009 am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien (ZIF) der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen und der Stiftung Universität Hildesheim durchgeführt habe, standen Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen dem Wandel des Verhältnisses von Generativität und Geschlecht und wohlfahrtsgesellschaftlicher Institutionen im nationalen und transnationalen europäischen Kontext.
Auf dem Weg in die kinderlose Gesellschaft? Warum Männer keine Väter (mehr) werden wollen
Dieses gemeinsam mit Peter A. Berger 2005 am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock durchgeführte Anforschungsprojekt diente der Aufbereitung des Forschungsstands zur Kinderlosigkeit von Männern, zur Vorbereitung eines Antrags auf Drittmittelförderung im Rahmen einer geplanten Forscher*innengruppe am Rostocker Zentrum zur Erforschung der Ursachen und Konsequenzen des demografischen Wandels. Im geplanten Forschungsprojekt sollten Einstellungen, Werthaltungen, Leitbilder und biographische Konzepte zur gewollten Kinderlosigkeit von Männern aus verschiedenen Milieus, Generationen und unterschiedlicher kultureller Prägungen im Ost-West-Vergleich explorativ untersucht werden.
Familienpolitische Diskurse in West- und Ostdeutschland seit den 1980er Jahren
In diesem gemeinsam mit Peter A. Berger 2004 am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock durchgeführten Anforschungsprojekt wurde der Forschungsstand zum Thema ausgewertet, zur Vorbereitung eines Antrags auf Drittmittelförderung im Rahmen einer geplanten Forscher*innengruppe am Rostocker Zentrum zur Erforschung der Ursachen und Konsequenzen des demografischen Wandels. Im zu beantragenden Forschungsprojekt sollten bevölkerungspolitische Konzepte in öffentlichen familienpolitischen Diskursen von den 1980er bis zu den 2000er Jahren im Ost-West-Vergleich untersucht werden.
Zur Theorie und Politik der Geschlechterdifferenz im italienischen Feminismus – am Beispiel der Philosophinnengemeinschaft Diotima
Im Mittelpunkt dieser theoretischen Studie, die ich von 1991 bis 1995 für meine Promotion an der Universität Bielefeld erarbeitet habe, stand das pensiero delle differenza sessuale, im deutschsprachigen Kontext besser bekannt als der italienische Differenzansatz des Mailänder Frauenbuchladenkollektivs Libreria delle donne di Milano und der Veroneser Philosophinnengemeinschaft Diotima. In der Arbeit werden die zentralen Ideen und Konzepte der italienischen Differenztheorie und ‑politik dieser Gruppierungen der italienischen Frauenbewegung rekonstruiert und im Kontext der deutschsprachigen Debatten über Gleichheit und Differenz der Geschlechter und die soziale Konstruktion von Geschlecht reflektiert.
Eine chronologische Übersicht zu meinen Forschungsprojekten (Link zu 8.5) finden Sie, wenn Sie den Link anklicken.