. Forschung
.. Institutionalisierte Ungleichheiten in Bildung und Arbeit
… Forschungsprojekte
Wissenschaftskarrieren: Orientierung, Planung und Beratung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie
Forschungsdesign
Im Projekt „Wissenschaftskarrieren“ werden verschiedene Teilstudien erarbeitet und in ihren Ergebnissen zusammengeführt:
- Literaturstudien und Sekundärauswertungen statistischer Daten bereiten den Boden für die Einbettung der empirischen Ergebnisse.
- 60 Problemzentrierte Interviews mit Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Politikwissenschaft und der Chemie dienen der Analyse der individuellen Karriereorientierungen und ‑planungen sowie der institutionellen und strukturellen Bedingungen, die zu Fortsetzung oder Abbruch der Wissenschaftskarriere nach der Promotion führen. Die Auswahl der Interviewpersonen in der Statuspassage von der Promotion in die Postdoc-Phase orientiert sich am Verfahren des Theoretical Sampling.
- 10 Expertinneninterviews mit professionellen Karriereberaterinnen in Hochschule und Forschung sowie eine bundesweite Bestandserhebung von Karriereberatungsangeboten für den wissenschaftlichen Nachwuchs bilden die Basis für die Erarbeitung von Ansatzmöglichkeiten für die professionelle Karriereberatung dieser Personengruppe.
- Die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse im Rahmen einer Fachtagung zum Projektabschluss beenden die empirische Phase.
Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse sollen Handlungsempfehlungen zur gleichstellungsorientierten Förderung und Beratung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Statuspassage Promotion entwickelt und an Akteur*innen der Wissenschaftspolitik, Forschungsförderung und professionellen Karriereberatung kommuniziert werden.
In theoretisch-konzeptioneller Hinsicht baut das Forschungsvorhaben in akteursorientierter Perspektive auf dem triadischen Karrierebegriff (Kornelia Rappe-Giesecke 2008) und dem Konzept der Karriereanker (Edgar H. Schein 1974, 1992, 1996) auf. In struktur- und organisationsorientierter Perspektive stützt es sich auf die Theorie der „Inequality Regimes“ (Joan Acker 2006) und das Konzept des „Cooling Out“ (Burton R. Clark 1959, 1980). Die genannten Theorien und Konzepte werden im Projekt erstmalig zusammengeführt und für den deutschen Hochschul- und Forschungskontext fruchtbar gemacht.
