. For­schung

.. Insti­tu­tio­na­li­sier­te Ungleich­hei­ten in Bil­dung und Arbeit

… For­schungs­pro­jek­te

Im Mit­tel­punkt der fächer- und geschlech­ter­ver­glei­chen­den Ana­ly­sen ste­hen die indi­vi­du­el­len Kar­rie­re­ori­en­tie­run­gen und ‑pla­nun­gen von Nachwuchswissenschaftler*innen sowie die insti­tu­tio­nel­len und struk­tu­rel­len Bedin­gun­gen, die zur Fort­set­zung oder zum Abbruch der Wis­sen­schafts­kar­rie­re von Frau­en nach Abschluss der Pro­mo­ti­on füh­ren. Auf Grund­la­ge die­ser Ergeb­nis­se sol­len Ansatz­mög­lich­kei­ten für eine pro­fes­sio­nel­le Kar­rie­re­be­ra­tung die­ser Per­so­nen­grup­pe erar­bei­tet wer­den.

Die zen­tra­len Fra­ge­stel­lun­gen des For­schungs­pro­jekts lau­ten:

  • Wie müss­te der Über­gang von der Sta­tus­pas­sa­ge Pro­mo­ti­on in die Post­doc-Pha­se in indi­vi­du­el­ler, insti­tu­tio­nel­ler und struk­tu­rel­ler Hin­sicht gestal­tet sein, damit Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen ihre Wis­sen­schafts­kar­rie­ren nach der Pro­mo­ti­on fort­set­zen (kön­nen)?
  • Und wie könn­te in die­ser Sta­tus­pas­sa­ge die Fort­set­zung der Wis­sen­schafts­kar­rie­re (von Frau­en) durch pro­fes­sio­nel­le Kar­rie­re­be­ra­tung unter­stützt wer­den?

Wenn­gleich das Vor­ha­ben vor allem nach den Wis­sen­schafts­kar­rie­ren von Frau­en fragt, sind alle Unter­su­chun­gen kon­se­quent geschlech­ter­ver­glei­chend ange­legt. Denn erst im Geschlech­ter­ver­gleich zei­gen sich Gemein­sam­kei­ten und Dif­fe­ren­zen in Bezug auf Geschlecht. Der Fächer­ver­gleich ermög­licht die Iden­ti­fi­ka­ti­on von Mecha­nis­men über fach­spe­zi­fi­sche Beson­der­hei­ten hin­aus und exem­pla­ri­sche Aus­sa­gen über fach­kul­tu­rell beson­de­re Aus­gangs­la­gen für aka­de­mi­sche Kar­rie­ren.

Im Fokus der Stu­die ste­hen die Poli­tik­wis­sen­schaft als ver­gleichs­wei­se jun­ges sozi­al­wis­sen­schaft­li­ches Fach und die Che­mie als ver­gleichs­wei­se altes natur­wis­sen­schaft­li­ches Fach. Bei­de Fächer wei­sen hohe Frau­en­an­tei­le bei Stu­di­en­ab­schlüs­sen und Pro­mo­tio­nen, aber weni­ge Pro­fes­so­rin­nen auf. Und in bei­den Fächern hat die Habi­li­ta­ti­on einen hohen Stel­len­wert für die Errei­chung des Kar­rie­re­ziels einer Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur. Schließ­lich enga­gie­ren sich die jewei­li­gen Fach­ge­sell­schaf­ten aus­drück­lich für die Chan­cen­gleich­heit der Geschlech­ter. Zugleich unter­schei­den sich bei­de Fächer erheb­lich in der Pro­mo­ti­ons­in­ten­si­tät.

Das For­schungs­pro­jekt „Wis­sen­schafts­kar­rie­ren“ wur­de von 2008 bis 2011 im Rah­men der För­der­li­nie „Frau­en an die Spit­ze“ aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF) und des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds (ESF) der Euro­päi­schen Uni­on unter den För­der­kenn­zei­chen 01FP0806 und 01FP0807 geför­dert.

Es wur­de am Insti­tut für Sozio­lo­gie und Demo­gra­phie der Uni­ver­si­tät Ros­tock durch­ge­führt.

Die Pro­jekt­lei­tung oblag Dr. Hei­ke Kah­lert. Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­terinnen waren Marie­ke Gon­schi­or, M.A., Dipl.-Sozialwiss. Mark Klee­mann, Dipl.-Psych. Doreen Krup­pa, Katha­ri­na Nie­ter, M.A., und Dipl.-Pol. Eva Katha­ri­na Sar­ter. Als stu­den­ti­sche Mit­ar­bei­terinnen wirk­ten Domi­ni­que Hamann, Anne Hen­nings, Anne-Kath­rin Hoklas, Dag­mar Kers­ten, Peter Man­they, Sara Schie­mann, Susen Schmidt und Han­nes Weber mit.

Das For­schungs­vor­ha­ben wur­de vom Vor­stand und Bei­rat der Deut­schen Ver­ei­ni­gung für Poli­ti­sche Wis­sen­schaft (DVPW) initi­iert und vom Vor­stand der Gesell­schaft Deut­scher Che­mi­ker (GDCh) unter­stützt. Bei­de Fach­ge­sell­schaf­ten gehö­ren zum Adressat*innenkreis, an den sich die For­schungs­er­geb­nis­se rich­ten.